Corona Maßnahmen:
Nach wie vor gilt es, so vorsichtig wie möglich zu sein, um eventuelle Ansteckungen zu vermeiden. Die Teilnehmer werden daher darum gebeten, bis zum Betreten des Kursraumes die Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und den Abstand einzuhalten. Die durchgeführten Übungen werden kontaktfrei gestaltet.

Ansonsten: 
Come on, let's play!


Unsichtbares Theater

(nach Augusto Boal)


Achtung: 

Adrenalin

Was in aller Welt?

Kurz zusammengefasst:
Zuerst treffen wir uns für 3 Stunden zum intensiven Theatertraining in einem Raum und DANN gehen wir in die Stadt um zwischen Passanten Theater zu spielen. Die Passanten wissen nicht das wir Theater spielen - sie denken, die Szenen, die passieren, sind echt. Unsere selbst erdachten Szenen beschäftigen sich ausschließlich mit schönen Ereignissen, die wir in die Welt bringen wollen. Damit die Leute mit einem Lächeln davon gehen und abends daheim erzählen können: "Also weißt du, was ich da heute gesehen habe..."

F*** the comfort zone ist da allerdings gar kein Ausdruck mehr. Jetzt geht es um Adrenalin.

Unsichtbares Theater 

Workshop
Samstag, 10.10.20, 10 bis ca. 16 Uhr
Starttreff: 
Kulturladen St.Georg, Alexanderstr. 16
Kosten: 25€*

*Wer sich das nicht leisten kann darf einfach trotzdem kommen. Weil die Welt so viel schöner ist

Hintergründe zum Unsichtbaren Theater

Augusto Boal, Erfinder des Unsichtbaren Theaters, war ein brasilianischer Theatermacher, der im zwanzigsten Jahrhundert lebte und die Theaterarbeit weltweit stark beeinflusste. Bekannt ist von ihm vor allem das Forumtheater, welches auch in der Theatertherapie Verwendung findet. Das Theater von Boal war meist sehr politisch. Er nutzte das Theater sozusagen als Mittel, um Veränderung in der Welt um ihn herum zu bewirken. Dabei darf man sich aber nicht vorstellen, dass er einfach nur kritische Stücke schrieb, die dann bequem vom Publikum in einem gemütlichen Theatersaal bestaunt wurden - nein - das Theater von Boal war ungemütlich, aufdringlich, fand an den skurrilsten Orten statt und es gab dabei niemanden, der einfach nur neutraler Zuschauer war - man war immer mitten drin. Das Unsichtbare Theater war dafür gedacht, die Gesellschaft aufzurütteln. Die Schauspieler studierten kleine Szenen ein, die sie irgendwo in der Öffentlichkeit spielten, um die Menschen (die ja nicht wussten, dass es Theater war) zum Diskutieren, Eingreifen oder auch einfach nur zum Nachdenken zu bringen. Das war oftmals sehr unangenehm, dann und wann wurde auch schon mal die Polizei gerufen und die Schauspieler mussten flüchten.
So wie Boal damals wollen wir im Güzel Theater heute aber nicht vorgehen. Wir wollen niemanden kritisieren oder politische Botschaften überbringen. Nein, wir wollen uns einfach nur positive Szenen überlegen, zum Beispiel wie jemand seinen Schlüssel verliert und jemand anderes trägt ihm diesen nach (und vielleicht endet das ganze in einer Liebesszene), um ein bisschen schöne Gefühle, gute Gedanken und Freude in die Welt hinauszutragen.